1. Spieltag (23.9.2013)

4. Kytorn 1372 TZ:
Unsere Geschichte startete am 4. Kytorn 1372 Taliser Zeitrechnung (TZ), schon etwas später am Nachmittag, kurz bevor die Dämmerung einsetzte. Der Sommer war bereits ein wenig zu spüren, die Tage etwas wärmer und länger, die Nächte nicht mehr ganz so frostig. Von Elturel kommend, wanderten unsere Abenteurer ohne voneinander zu wissen in Richtung Süden mit dem selben Ziel: vor Einbruch der Nacht noch das sichere Dorf Eldonn zu erreichen.

Betrunken oder vergiftet?

Rurik

Quelle: http://www.flickr.com/photos/bifford/699507342/sizes/o/in/photostream/

Eine halbe Wegstunde vor dem Dorf wurde der Weg durch den Wald etwas enger und schwieriger zu passieren. Der Abstand zwischen den Wanderern wurde immer geringer und schließlich trafen sie unweigerlich aufeinander. Dorida Kronenschild, die Zwergenklerikerin und Khelian und Shirin, die Menschen waren. Chiara, eine Halb-Elfe und der Halbling Lyros hielten sich ein wenig abseits des Weges und hatten ein Auge auf die anderen.

In der einsetzenden Dämmerung nahmen die Abenteurer eine Gestalt wahr, die aus dem Dorf zu kommen schien. Sie torkelte, nahm offensichtlich einen großen Schluck aus einer Feldflasche und kippte um. Wachsamen Blickes näherte sich die Gruppe und begann zu beratschlagen, was mit dem nunmehr Bewußtlosen zu tun sei. Schließlich konnten sie erkennen, dass der Mann vor ihnen unter Todesqualen litt und dabei war aus dem Leben zu scheiden. Das Getränk aus seiner Flasche war vergiftet.

Dank Heilzaubern, der Heilkunde der hinzugekommenen Waldläuferin Chiara und dem beherzten Einschreiten mit einem Finger in den Hals schafften die Abenteurer es, den Mann vor dem sicheren Tod zu bewahren. Das Pferd von Shirin musste als Transportmittel dienen und die ungewöhnliche Last nach Eldonn befördern.

Ein Licht im Dunkeln

Feuer in Eldonn

Quelle: http://www.flickr.com/photos/40295335@N00/2706166474/sizes/o/in/photostream/

Nach diesem ungewöhnlichen Kennenlernen beschloss die Gruppe, den Mann gemeinsam ins Dorf zu bringen und für seine weitere Pflege zu sorgen. In der hereinbrechenden Dunkelheit, meinten die Wanderer das Dorf ausmachen zu können, weil sie ein heller werdendes Licht und Stimmen hören konnten. Es konnten nur noch wenige Minuten bis Eldonn sein. Als sich der Wald teilte war die Freude schnell verflogen: ein Haus und ein Stall standen lichterloh in Flammen und die Stimmen waren aufgeregte Leute, die in einer Kette Wasser heranschafften und den Brand löschen wollten.

Sofort halfen die Abenteurer mit und reihten sich zum Teil in die Menschenkette ein. Den Mann am Pferd ließen sie erst mal stehen, als sie am Ort des Geschehens waren. Shirin und Lyros bemerkten, dass sich im Stall noch Tiere befanden und drangen in den mit Rauch gefüllten Stall vor. Chiara versuchte inzwischen einige Fenster einzuschlagen, damit der Rauch abziehen konnte. Durch das starke Brennen und Husten schafften Shirin und Lyros es kaum zu den Tieren vorzudringen. Unter Aufbringung aller ihrer Kräfte und letztlich auch Chiaras Eingreifen können sie alle verbleibenden Tiere retten.

Ungewöhnliche Ereignisse

Währenddessen kümmerten sich zwei Männer namens Leif und Odwulf um den bewusstlosen Mann am Pferd. Es stellte sich heraus, dass der Mann Rurik heißt und der Besitzer der nunmehr rauchenden Ruinen des Hauses und des Stalles war. Leif und Odwulf vermuten, dass der arme Mann sich selbst das Leben nehmen wollten, um dem Kummer um seine verschwundene Tochter zu entfliehen. Sie war, wie einige andere jüngere Leute in der Gegend, an einem Tag nicht mehr von der Arbeit am Feld heimgekommen. Odwulf nahm Rurik zu sich und überließ die Abenteurern ihren Gedanken.

Im Gasthaus „Zum angestochenen Fass“ nahmen die Abenteurer ein Mahl zu sich und suchten dann, nachdem das Gasthaus keine Zimmer mehr frei hatte, Odwulf abermals auf. Zuvor beobachteten sie noch eine seltsame Szene: Ein Mann, der eine Tätowierung in Form eines Totenkopfes mit der Nummer 13 trägt, wurde aus der Taverne geworfen und davon gejagt, da man „seine Sorte“ hier nicht sehen wollte.

Bei Odwulf erfuhren die Abenteurer von weiteren Ereignissen in der Gegend. Nicht nur Ruriks Tochter,  auch Odwulfs Sohn Odbert und Hune, Tochter einer Bäuerin im Dorf, waren in den letzten Monaten verschwunden. Obgleich manche im Dorf glaubten, dass die jungen Bewohner nur nach Scornubel oder Elturel für ein schöneres Leben ausgewandert waren, war Odwulf überzeugt, dass sein Sohn niemals ohne Abschied ausgerissen wäre. Odwulf erzählte auch von Leif, der außerhalb des Dorfes wohnte und in unregelmäßigen Abständen zu Besuch kam, um seine Hilfe anzubieten, wo sie nötig war. Die Abenteurer beschlossen, am nächsten Tag mehr herauszufinden und verbrachten eine angenehme Nacht in Odwulfs Stall. 

5. Kytorn 1372 TZ:
Am nächsten Morgen war Rurik noch immer bewusstlos und so beschlossen die Abenteurer, die alte Bäuerin Benna, deren Tochter Hune vor einigen Monaten verschwunden war, gemeinsam mit Odwulf aufzusuchen. Die gute Frau wusste jedoch nichts zu berichten, da Hune an jenem Tag alleine mit dem Esel auf dem Feld gearbeitet hatte. Da kam Shirin die Idee, mit dem Esel zu sprechen. Dieser gab ihr zu verstehen, dass Hune nicht freiwillig fortgegangen war, sondern von mehreren Männern überfallen und verschleppt worden war. Plötzlich wurde der alte Esel unruhig – und sofort erkannten die Abenteurer auch, warum: Sie alle hatten mit einem Mal Tätowierungen am Arm – ein Totenkopf mit einer 13. Als Benna dies sah, verschwand sie wortlos im Haus.

Ein schicksalshaftes Mal

Tattoo

Quelle: http://2face-tattoo.deviantart.com/art/Skull-13-Tattoo-85644094

Der Schreck über das plötzliche Erscheinen des grauenerregenden Mals saß tief – doch Odwulf vertraute den Abenteurern weiterhin und gab ihnen Informationen über den Bürgermeister Molin. Vielleicht würde er weitere Hinweise zu den Entführungen und den Tätowierungen haben. Lyros beschloss dazu, in dessen Haus einzubrechen. Doch er fand nur die Chronik, die keine neuen Informationen beinhaltete. Auch ein direktes Gespräch mit Bürgermeister Molin brachte nichts.

Auf dem Weg zurück ins Dorf entdeckten die Abenteurer dann den Dolch des Mannes, der am Tag zuvor aus dem Gasthaus geworfen worden war. Und: Sie finden Fußabdrücke und Blutspuren, die zum Wald führen. Neugierig folgten sie den Spuren bis diese unvermittelt am Waldesrand endeten. Wieder ein Sackgasse? Die Abenteuer beschlossen, zurück ins Dorf zu kehren. Doch noch bevor sie sich aufmachen konnten, wurden sie plötzlich aus dem Hinterhalt angegriffen.

Drei kampferfahrene Krieger und ein dicklicher, augenscheinlich adeliger (und irrer) Mann ließen Bolzen und Schwerthiebe auf die Gruppe hageln. Fast sah es so aus, als würden die Angegriffenen den Kampf verlieren – doch schließlich konnten sie gemeinsam die Angreifer zurückdrängen. Ein Gegner fiel, einer wusste überwältigt und ein Krieger und der Irre konnte mit einem mysteriösen Teleportationszauber fliehen. Doch noch bevor die den Gefangen befragen konnte, wurde dieser von einem Bolzen getötet. Der Schütze verschwindet ebenso schnell, wie er plötzlich erschienen war – mit einem Teleportationszauber. Nur kurz kann die Gruppe einen Blick auf den Mann werfen: Er trägt eine Narbe über dem Auge, wie Odbert, der Sohn des Odwulf. 

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